Triathlon

Triathlon: Drei Waldseer international auf der Langdistanz

Drei Waldseer Triathleten absolvieren nach der langen Coronapause die Königsdistanz im Triathlonsprot – die Langdistanz oder auch Ironman genannt. Die zu überwindenden Strecken sind 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad fahren und abschließend einen Marthon laufen. Für dieses Saisonhighlight hat sich Marco Konrad (Fotos) für den Wettkampf in Kopenhagen sowie Hugo Maurer und Berthold Gütler für den Wettkampf im schweizerischen Thun entschieden.

Die Vorbereitung auf Kopenhagen

Solch eine Langdistanz im Triathlonsport erfordert eine lange und konsequente Vorbereitungszeit. Neben einer berufliche Veränderung schaffte Marco über ein Dreiviertel Jahr jede Menge Radkilometer zu sammeln um so die Grundlage für den längsten Part des Wettkampfes zu erhalten. So hat er täglich 60 km und das viermal die Woche als erste Grundlage auf dem Rad verbracht, was in der heißen Phase vor dem Wettkampf natürlich noch deutlich gesteigert wurde.


Im März 2020 während eines Trainingslagers bremste Marco eine Meniskusverletzung aus, was die Vorbereitung und vor allem das Lauftraining nicht möglich machten. Durch einen Trainerwechsel und einen dosierter Neuaufbau mit Ziel Ironman Kopenhagen wurde das Training für den Wettkampf für Marco aber wieder möglich. Durch die geschlossenen Schwimmbäder mussten auch alternativen für das Schwimmtraining gefunden werden. So hat Marco 3x pro Woche mit Kraft und Zugseiltraining das nicht vorhanden Schwimmtraining kompensiert und hat schon im Mai das Schwimmen im Freiwasser im Stadtsee begonnen.

Ironman Kopenhagen mit schöner Stimmung auf der Laufstrecke

Der Ironman-Tag ist lang und hat eine ganz besondere Stimmung. Am frühen morgen um 5:30 Uhr ist es sehr ruhig und alle sind konzentriert vor dem Start. Um 07:10 Uhr fällt der Startschuss und Marco schwimmt in der 16°C warmen Ostsee zusammen mit den anderen Athleten los. Nach 1:16 Stunden kommt Marco nach der 3,8 km langen Schwimmstrecke genau wie in seinem Plan zuvor angemacht aus dem Wasser. Mittlerweile war die Sonne da und die Luft erwärmte sich auf 16 Grad. Jetzt ging es auf die 180km Radstrecke, seine Lieblingsdisziplin, welche in zwei wellige Radrunden aufgeteilt war. Nach 5:05 Stunde erreichte er als 34 in seiner Altersklasse AK 45 die zweite Wechselzone.

Der Wechsel auf den Marathon lief voll routiniert ab und somit ging es auf die erwartete schwächste Disziplin. Die Temperatur war Mittlerweile bei 18 Grad, optimales Marathonwetter. Die 4 Runden durch Kopenhagen waren gesäumt von Zuschauern und Bands die Ihn motivierten und antrieben. Die Streckenführung mit den vielen Sehenswürdigkeiten sorgten für Kurzweil. Das Tempo pendelte sich von Anfang an bei den bisherigen Trainingsläufen ein. Er lief konstant durch und hatte nur kurze Gehphasen an den Verpflegungsstellen. Das Knie zwickte ab km 25, hielt aber bis ins Ziel. Nach einer Zeit von 4:20 Stunden und Platz 104 in der AK 45 erreicht er das ersehnte Ziel seines 15 Ironman Finish als 59 in seiner Altersklasse 45. Von den 1500 gestarteten Athleten erreichten 1343 das Ziel.

Maurer und Gütler bezwingen sehr bergiges Terrain im schweizerischen Thun

Unter malerischer Kulisse haben Hubert Maurer und Berthold Gütler Ihre Ironman im schweizerischen Thun absolviert. Die 3,8 km lange Schwimmstrecke führte dabei umgeben von den Alpen im unberührten Gewässer des Thunersees. Auf der 180 km langen Radstrecke im idyllischen Gürbenthal zeigt sich die Schweiz ganz von Ihrer gewohnten bergigen Seite, da hier 2200 Höhenmeter enthalten waren. Zu guter letzt war der Marathon am Ufer des Thunersees relativ flach zu absolvieren.

Berthold und Hubert konnten Ihren Plan für das Rennen und den Ablauf gut Umsetzen. Beide kamen nach gut über einer Stunde aus dem kühlen See und machten sich auf die bergige Radstrecke. Hier war vor allem wichtig, sich nicht durch die vielen Höhenmeter komplett auszupowern um noch genügend Kraft für den anschließenden Marathon zu haben. Nach ungefähr 6 Stunden konnten beide das Rennrad in der Wechselzone abstellen und sich auf den abschließenden Marathon begeben. Berthold Gütler konnte in einer Zeit von 11:34:52 Stunden den 30 Rang in der Altersklasse 50 erreichen. Nur ganz kurz dahinter kam Hubert Maurer in 11:35:47 Stunden und Rang 20 in der Altersklasse 55 ins Ziel.