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TG Volleyballer erfüllen den eigenen Anspruch

Nach 3:1 (25:18, 23:25, 25:23, 25:11) Auswärtssieg in Ulm belegt die TG Bad Waldsee den 5. Rang der Volleyball-Oberliga
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Das Ziel des Teams Herren I an diesem Spieltag war klar abgesteckt. Um die wichtigen drei Punkte aus der Donaustadt mitzunehmen, sollte es schon ein 3:0 oder wenigstens 3:1 Sieg werden. Letzteres ist der Mannschaft von Evi Müllerschön bis auf wenige Phasen eines interessanten Matchs ganz gut gelungen. Immer mehr verdichtet sich beim Blick auf die Tabelle der Oberliga, wie sich in den oberen Bereichen die derzeit ersten drei Mannschaften ein Kopf- an Kopfrennen liefern und die restlichen Teams mehr oder weniger sicher besiegen. Jene aber stellen ihre Qualität mit spannenden Begegnungen untereinander ins rechte Licht und versuchen durch fleißiges Punktesammeln den Anschluss an die Spitzenregionen der Liga nicht gänzlich zu verlieren. So auch das Duell des bisherigen Fünften VfB Ulm gegen den Sechsten TG Bad Waldsee.
Acht treue Fans der TG hatten den Weg nach Ulm gefunden, um ihr Team lautstark zu unterstützen. Die Mannschaft dankte es ihnen mit einem – man ist es schon fast gewöhnt – furiosen Einstieg in den ersten Durchgang. Schnell gelang es der schwarzblauen TG-Truppe einen deutlichen Vorsprung zwischen sich und den Platzherren zu erspielen. Mit Hannes Lampert, Simon Scheerer, Ralf Sauerbrey, Manuel Perner, Frank Sperfeld und Pirmin Dewor stand eine Anfangssechs auf dem Feld, die man in dieser Spielzeit so noch nicht gesehen hatte. M Die tapfer kämpfenden Männer des VfB Ulm rannten dem TG Vorsprung vergebens nach und am Ende geriet der Auftaktsatz mit 25:18 zur sichern Beute der TG.
Beide folgenden Spielabschnitte waren zunächst gekennzeichnet von jeweils deutlichen Vorsprüngen des VfB, beide Male bot die TG mit großem Kampfgeist Paroli, mit allerdings unterschiedlicher Fortune. Im zweiten Satz reichte es nach hinten einfach nicht mehr, um erfolgreich abzuschließen, doch umso erfreulicher verlief das Spielgeschehen im 3. Durchgang. Der eingewechselte Youngster Simon Bergmann brachte die Platzherren mittels seiner präzisen und eigenwilligen Aufschläge ein um’s andere Mal in helle Schwierigkeiten, trieb diese mehr und mehr in die Nähe der Verzweiflung. Verdient konterte die TG damit den Verlust des vorigen Satzes.
Im Schlussviertel des Spiels wechselte Evi Müllerschön Axel Bloching ein, der dem TG-Spiel eindrucksvoll seinen Stempel aufdrückte. Das Ganze mittels platzierten Angriffsbällen, erfolgreichem Blockverhalten und unnachahmlichen Aufschlägen. So war es am Ende ihm vorbehalten, durch einen nicht zu kontrollierenden Aufschlag den Matchball hochverdient zu verwandeln. Es mag der Mannschaft gut getan haben, mit einem Ass aus diesem nicht ganz unwichtigen Spiel gegangen zu sein.
Evi Müllerschön und Co-Trainer Frank Sperfeld zeigten sich denn auch zufrieden. Hatte man sich noch vor Wochenfrist heftig über endlos viele Netzfehler bei den Blocks beklagt, setzte es derer in diesem Match nicht einen einzigen. Die Deutlichkeit des Ergebnisses im Schlusssatz gab noch einmal deutlich Kunde vom Potenzial des TG-Teams, das im Gegensatz zu den Platzherren sehr variabel auftreten konnte. Dieser große Kader könnte durchaus an einem guten Tag auch ausschlaggebend für schwierige Spiele gegen die Großen sein. Den Anspruch auf Rang fünf jedenfalls hat die TG eingelöst.

Von Franz Vogel