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Eine absolut ungewöhnliche Saison erlebten die Bad Waldseer Oberliga-Volleyballer im letzten Halbjahr

Nach einer heftigen Achterbahnfahrt der sportlichen Gefühle stand in der Endabrechnung ein zweiter Platz in der Oberliga. Das bedeutet, zweitbestes Team in Württemberg zu sein. Dieses wenige Punkte hinter der Vertretung eines der größten Sportvereine im Land, dem TSV Georgii Allianz II. Letztere verfügen über ein Team, das von Regionalliga-, Dritt-Liga – und Bundesliga II-Spielern gespickt ist, Meisterschaft inclusive Aufstieg mit Macht wollte und am Ende verdient erreicht hat. Nachdenklich wird man in Bad Waldsee allerdings, wenn man sich an die Tabellenlage noch Anfang Januar erinnert. Der TG war es als einziger Mannschaft neben dem TSV Bad Saulgau gelungen, dem hoch favorisierten späteren Meister die Punkte zu entführen. Und das in dessen eigener Halle. Neben den sonstigen Siegen der TG – sie unterlag in der Hinrunde lediglich dem TSV Schmiden – katapultierte sich das Team mit dem Trainerstab Peter Gropper, Axel Bloching und Lucas Romer mit vier Punkten Vorsprung an die Tabellenspitze. Meisterschaftsträume blühten im Verborgenen bis zum total verkorksten Match in Waldenburg. Seit diesem unseligen Januarsamstag zeigte die Formkurve, sportlich wie mental, senkrecht nach unten. Es setzte vier Niederlagen bis der Bann schließlich im März mit feinen Erfolgen gegen die direkten Konkurrenten ASV Botnang und TSV Schmiden gebrochen war. Die schlussendlich erreichte Vizemeisterschaft ist aller Ehren wert und die historisch beste Platzierung eines Volleyballteams aus der Kurstadt. Dementsprechend wurde die Mannschaft auch bei der diesjährigen Sportlerehrung mit Anerkennung bedacht, tritt sie doch in ganz Württemberg als würdiger Botschafter ihrer Heimatstadt auf. Die Namen der Männer, die für den großen Erfolg stehen, sind Zuspieler Simon Scheerer und sein Bruder Daniel, Libero Pascal Eisele, die Diagonalangreifer Pirmin Dewor und Kai Wilson, die Außenangreifer und Annahmespieler Jan Herkommer, Lucas Romer, Axel Bloching und Julian Niedermaier, sowie die Mittelblocker Ralf Sauerbrey, Manuel Perner, Christian Romstedt und Simon Bergmann.