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Volleyball Männer 1 im Mittelfeld der Oberliga angekommen

Mit 3:1 bezwingen die TG-Volleyballer in einem packenden Duell den TSV Georgi Allianz Stuttgart III
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Der 3:1 (25:19, 17:25, 25:20, 25:15) Erfolg am Samstagabend in der gut besuchten Sporthalle der Eugen-Bolz-Schule katapultierte die Bad Waldseer Oberligavolleyballer in die vordere Hälfte der Tabelle. Erfreuliche Aufschlüsse gab dieses Spiel reihenweise. Vor allem die Frage, ob sich die TG künftig in der Tabelle nach unten orientieren müsse, hat sich vorab erledigt. Zwei Spiele, zwei Siege stehen auf dem Konto der Mannschaft, die sich so langsam in ihrem neuen größeren Kader zu finden scheint.

Auch die Thematik, ob das Aufbauspiel der TG wieder zu alter Effizienz zurückfindet, wurde klar abgehandelt. Die im Großen und Ganzen gute Annahme bei den starken gegnerischen Aufschlägen brachte Zuspieler Simon Scheerer ordentlich ins Spiel, welcher solide und klar, teils auch variabel seine Angreifer in Szene setzen konnte. In der Defensive überzeugten sowohl Lucas Romer und Hannes Lampert, beide konnten auch bei ihren Angriffen meist Erfolge verbuchen. Libero Paul Breyer strahlte über weite Strecken des Spiels Sicherheit und Ruhe aus, zeigte jedoch in kurzen Phasen gewisse Konzentrationsschwächen. Andererseits ist er ein Mann, der einer Abwehr die nötige Abgeklärtheit geben und sie zusammenhalten kann.

Die eingesetzten Mittelblocker Ralf Sauerbrey und Christian Romstedt, später Manuel Perner verrichteten ihre Angriffsaufgaben überzeugend, im Blockverhalten wäre in einigen Szenen etwas mehr Beweglichkeit zu wünschen gewesen. Pirmin Dewor als diagonaler Hauptangreifer zeichnete für viele Punkte verantwortlich, profitierte logischerweise von den exakten Pässen des Zuspielers.

Das alles gegen einen Gegner, der einen halben ersten Satz brauchte, um seine Linie zu finden, diese jedoch nur kurze Zeit halten konnte, um am Ende von Durchgang eins die Fahne klar zu streichen. In der Folge zeigte sich zum Leidwesen der schon etwas euphorierten Waldseer Fans, wie gestandene Volleyballer mit teils jahrzehntelangen Karrieren, dergleichen wegstecken können. Schlagartig zeigten sich die Gäste konzentriert und ungemein kampfstark, den kleinsten Durchhänger der Müllerschöntruppe gnadenlos ausnützend. Beim Stand von 10:11 ging ein atemberaubender, nicht enden wollender Ballwechsel über die Bühne, der zur umjubelten Beute der TG geriet. Viele Mannschaften hätten an dieser Stelle ihren Mut verloren, nicht jedoch der TSV Stuttgart. Ruhig und zielgerichtet machte dieses Team den zweiten Satz zu seiner sicheren Beute.

Nunmehr waren die wichtigsten Argumente ausgetauscht, die Duellanten schienen sich nun richtig einzuschätzen. Was folgte waren zwei Spielabschnitte lang Kämpfe um jeden Ball. Keine Mannschaft zeigte sich willens, auch nur einen Millimeter Boden herzugeben. Im dritten Akt des Dramas führten die Gastgeber meist mit einem oder bestenfalls zwei Punkten, erst beim Stand von 21:18 setzten sich die Platzherren deutlicher ab, profitierend von der nachlassenden Kraft und Konzentration der Gäste.

Deutlich nach dem ersten Drittel des Schlusssatzes zurückliegend fingen sich die TG-Mannen und konnten nach reihenweise harten Aufschlägen und erfolgreichem Blockverhalten dem Matchball zustreben. Dieser ging reichlich unspektakulär über die Bühne, gestaltete sich als vermeidbarer Eigenfehler der am Ende etwas kraft- und ideenlos wirkenden Männer aus der Landeshauptstadt.
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Trainerin Evi Müllerschön zeigte sich „unterm Strich zufrieden“ und äußertete sich sehr angetan von der soliden Leistung ihres Zuspielers Simon Scheerer. „Er hat so gespielt, wie ich es von ihm erwarte! Unzufrieden bin ich mit den vielen Netzfehlern, die doch etwas auf einen Mangel an Konzentration hindeuten.“

Von Franz Vogel