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Spielbericht Damen 1 – Oberliga – TG Bad Waldsee vs. SG Nürtingen/Wernau

Damen 1

Der TG-Kampfgeist wurde nicht belohnt

TG Bad Waldsee – SG Nürtingen/Wernau 1:3 (25:23, 15:25, 21:25, 21:25)

Diese ernüchternde Niederlage hätte nicht sein müssen. Tadellos der Kampfgeist der Frauen aus der Kurstadt. Allerdings befanden sich zu viele der Spielerinnen nicht in ihrem besten Tag. Die Summe der individuellen Fehler und die daraus resultierenden Unsicherheiten waren letztlich der Grund für den aus TG-Sicht etwas unglücklichen Ausgang. Dennoch ging der Sieg verdient an das geschlossenere Team.

Von Beginn an zeigten sich die TG-Frauen auf der Höhe des Geschehens. Es gelang der Zuspielerin Hannah Thoma, die meist ordentlichen Annahmen von Stefanie Notz, Anne Kapitel und Libera Martina Hartmann zu verwertbaren Angriffsvorlagen zu verwandeln. Laura Weber auf der Diagonalposition und die Mittelblockerinnen Nadine Späth und Rebecca Militz ließen sich dabei nicht lange bitten. Beim Stand von 19:13 für die Gastgeberinnen schien der erste Spielabschnitt eine sichere Beute der TG zu werden. Dann aber besann sich die Gästesechs auf ihre Möglichkeiten und kämpfte sich Punkt für Punkt heran. Bei 24:21 standen drei Satzbälle für die TG zu Buche, deren dritter zur Freude der Galerie von Nadine Späth verwandelt wurde.

Nicht so überzeugend aus TG-Sicht ließ sich Durchgang zwei an. Viele individuelle Fehler ergaben eine etwas unsortiert wirkende Spielweise, die die routinierten Spielpartnerinnen wirkungsvoll ausnützten. Die erste Bad Waldseer Auszeit zur Satzmitte verpuffte und Trainer Herkommer musste zusehen, wie sein Team zumindest vorübergehend den Faden verlor.  Vor allem am Netz häuften sich Missverständnisse und Orientierungslosigkeiten. Auch die Einwechslung von Zuspielerin Karolin Prinz beim Stand von 9:18 und der spätere Einsatz von Anja Klimsa änderten wenig. Zwar wirkte das Spiel etwas geordneter, doch am deutlichen Satzgewinn der Unterländerinnen gab es nichts Ernsthaftes mehr zu rütteln.

Zu Beginn von Durchgang drei wehrte sich die TG gegen die Übermacht und glich ein 0:3 mit großem Einsatz postwendend aus. In der Folge entwickelte sich ein Spiel auf mäßigem Niveau, wobei sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Bei 11:9 sah sich der SG Trainer zu einer Auszeit gezwungen, nach der die Gastgeberinnen dennoch auf 14:9 davonzogen. Die TG-Herrlichkeit veränderte sich schlagartig als die SG durch eine wirkungsvolle Aufschlagsserie ihrer Zuspielerin zum 16:16 ausglich. Bis 21:21 schenkten sich die Mannschaften nichts mehr. Dann riss nach einer längeren Spielunterbrechung  der TG-Faden restlos. Herkommers Auszeit beim 21:24 blieb ohne Wirkung.

Den furiosen Auftakt der TG im vierten Durchgang konterte die SG überzeugend und erreichte eine 7:4 Führung. Diesen Dreipunktevorsprung verteidigten die Gäste erfolgreich, weil sie längst zu ihrem geradlinigen sicheren, wenn auch unspektakulären Spiel gefunden hatten. Ungemein schwer taten sich die TG-Damen vor allem in ihren Angriffen, zeigten sich die Spielgemeinschaftsdamen doch ungemein abwehr- und blockstark. Erst zum 14:14 hatte sich die TG mit letztem Einsatz wieder ins Spiel gekämpft. Eine Aufschlagsserie von Nadine Späth brachte im Verein mit guten Blockaktionen von Rebecca Militz sogar die 18:14-Führung der Einheimischen, die allerdings zum 21:21 Gleichstand dahinschmolz. Zwingende Angriffsaktionen der SG folgten, denen die am Ende ihrer Kräfte wirkende TG nichts mehr entgegensetzen konnte.